Biologie- und Chemie-Olympiade

Erfolg beim Landesseminar der Biologie- und Chemie-Olympiade: Zwei Helmholtz-Schüler unter den Besten

„Als ich erfahren habe, dass ich es unter die besten 20 in Baden-Württemberg geschafft habe, war ich erstmal ziemlich überrascht“, erzählt Kilian Gschwind (K2).
Auch Lukas Zhang (Klasse 8d) erinnert sich: „Für mich war das ein riesiger Moment, vor allem in Klasse 8 schon so weit zu kommen, in einem Chemie Wettbewerb der für Oberstufenschülerinnen und -schüler ausgelegt ist.“

Beide qualifizierten sich im Rahmen der Internationalen Biologie Olympiade (IBO) bzw. der Internationalen Chemie Olympiade (IChO) für das Landesseminar.

Vom 30. Januar bis 1. Februar 2026 ging es für insgesamt 40 ausgewählte Schülerinnen und Schüler aus ganz Baden-Württemberg nach Heilbronn und für die Chemikerinnen und Chemiker anschließend noch nach Stuttgart.
„Man hat sofort gemerkt: Alle hier haben richtig Lust auf Naturwissenschaften“, beschreibt Lukas die Stimmung.

Der gemeinsame Auftakt des Seminars fand am Freitag im Kubus der Experimenta statt. Dort erhielten die Teilnehmenden einen spannenden Einblick in aktuelle Forschungsthemen rund um den diesjährigen Nobelpreis für Medizin. Im Mittelpunkt standen die sogenannten regulatorischen T-Zellen, die eine zentrale Rolle bei der Steuerung des Immunsystems spielen.

Im Anschluss folgte eine Führung durch den Maker Space sowie das Jugendforschungszentrum. Der Rest des Abends diente dem Kennenlernen und Austausch.  Übernachtet haben wir in der Jugendherberge Heilbronn.

Der Samstag stand ganz im Zeichen praktischer Laborarbeit. Für Kilian, der das Biologie-Programm absolvierte, bedeutete das v.a. forschen am Nervensystem. Mithilfe eines Simulationsprogramms konnten Kilian elektrische Prozesse im Nervensystem untersuchen. Dazu führte er Messungen an verschiedenen Bereichen von Nervenzellen durch, etwa am Axon und am Soma, und analysierten erregende sowie inhibitorische postsynaptische Potenziale (EPSP/IPSP). Besonders anschaulich wurde die räumliche und zeitliche Summation von Signalen dargestellt. Zudem konnten er die Hebb’sche Lernregel nachvollziehen, die beschreibt, wie sich synaptische Verbindungen durch häufige Aktivierung verstärken.

Im praktischen Teil wurde ein Querschnitt eines Schweinerückenmarks untersucht. Kilian entnahmen Proben aus dem Bereich der grauen Substanz, bereiteten diese auf einem Objektträger auf und färbten sie mit Ethylenblau an. Anschließend wurden die Präparate unter dem Mikroskop analysiert. So erhielten die Teilnehmenden einen direkten Einblick in die Struktur und Organisation von Nervengewebe.

Parallel zu den biologischen Experimenten fand an der Experimenta ein abwechslungsreiches Chemie-Programm statt. In einem Chemie Laborkurs beschäftigten sich Lukas intensiv mit dem Thema Titration. Am Abend ging es für ihn weiter nach Stuttgart in die Jugendherberge, wo nach dem Abendessen eine Einführung in das Experiment des folgenden Tages stattfand.

Am Sonntag wurde dann eigenständig im Labor des Naturwissenschaftlichen Zentrums Azenberggearbeitet: Lukas synthetisierte Fluorescein und untersuchte dieses mithilfe eines UV-Vis-Spektrometers. Anschließend stellte er Fluoresceintetrabromid her und verglich die Stoffe photometrisch. Neben der praktischen Durchführung gehörte auch die Auswertung und Präsentation der Ergebnisse zu den Aufgaben.

„Es war anstrengend, aber richtig cool“, fasst Lukas zusammen.
Kilian ergänzt: „Man lernt unglaublich viel. Vieles hatten wir schon im Bio LK, aber es ist nochmal ganz anders, wenn man selbst Versuche zu Nervenzellen durchführt.“

Das Landesseminar war für beide eine spannende Erfahrung.

Hier finden Sie mehr zu den Internationalen Chemie– und Biologie Olympiaden.

Dreck-weg-Wochen

Einsatz für bessere Wasserqualität rund um unsere Schule

Im Rahmen der „Dreck-weg-Wochen“ haben wir, die Schülerinnen und Schüler der 8. Klasse des Helmholtz-Gymnasium Karlsruhe, im NwT-Unterricht einen kleinen Beitrag zum Umweltschutz geleistet. Passend zu unserem aktuellen Unterrichtsthema „Wasserqualität“ waren wir in Kleingruppen rund um unsere Schule unterwegs und haben Müll gesammelt, vor allem sehr viele Zigarettenstummel.

Schon nach einer halben Stunde hatten wir zwei volle Mülltüten. Besonders erschreckend fanden wir die große Menge an Zigarettenresten, die einfach achtlos auf dem Boden lagen.

Gerade Zigarettenstummel sind nämlich besonders schädlich für die Umwelt. Die Filter bestehen aus Kunststoff (Celluloseacetat) und bauen sich nur sehr langsam ab. Außerdem enthalten sie viele giftige Stoffe wie Nikotin, Schwermetalle (z. B. Blei und Cadmium) sowie weitere Chemikalien aus dem Tabakrauch. Wenn es regnet, werden diese Stoffe aus den Stummeln herausgewaschen und gelangen in den Boden und in Gewässer. Dabei kann ein einziger Zigarettenstummel bis zu 40–60 Liter Wasser verunreinigen. Auch für Tiere, besonders kleine Lebewesen im Boden und im Wasser, sind diese Stoffe gefährlich oder sogar tödlich. Manche Tiere verwechseln Zigarettenstummel auch mit Nahrung.

Durch unsere Aktion haben wir gemerkt, wie wichtig es ist, seinen Müll richtig zu entsorgen. Gerade beim Thema Wasserqualität sieht man, dass schon kleine Dinge große Auswirkungen haben können. Deshalb sollte jeder darauf achten, Müll nicht einfach wegzuwerfen – so kann man ganz einfach einen Beitrag für eine saubere und gesunde Umwelt leisten.

Magdalena John und Florentine Widder 8b

Trinationalen Schülerkongress

Internationale Inspiration: Junge Talente treffen sich beim Trinationalen Schülerkongress der Naturwissenschaften und Technik in Offenburg

Frau Wolff:
Max, du warst Ende Januar 2026 beim Trinationalen Schülerkongress der Naturwissenschaften und Technik an der Hochschule Offenburg. Wie war das für dich?

Max: Es war super spannend! Jedes Jahr treffen sich über 150 Schülerinnen und Schüler aus Deutschland, Frankreich und der Schweiz, um ihre Projekte vorzustellen. Für mich war es die erste Teilnahme, und ich fand es sehr interessant, einen internationalen, naturwissenschaftlichen Schülerkongress kennenzulernen. Besonders beeindruckend waren die zweisprachigen Schülervorträge, die das internationale Profil des Kongresses sichtbar machten

Frau Wolff: Wie ist der Ablauf eines solchen Kongresses?

Max: Der Kongress ging über zwei Tage. Es gab viele Vorträge von Schülerinnen und Schülern, aber auch von Expertinnen und Experten und Laborführungen durch verschiedene Fachbereiche der Hochschule. Am zweiten Tag kamen zusätzlich noch Vertreterinnen und Vertreter aus Politik und Wissenschaft wie Isabelle Wolf, die Beraterin des Rektors der Académie de Strasbourg, Volker Schebesta, Staatssekretär im Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg und Stephan Trahasch, Rektor der Hochschule Offenburg.  

Frau Wolff: Was genau war dein Kongressbeitrag?

Max: Ich habe mein Projekt ReinAir – Feinstaub sichtbar präsentiert. Es geht um einen Sensor, der Feinstaub in der Luft messen kann. Feinstaub ist in hohen Konzentrationen schädlich für Menschen und Umwelt. Ich habe verschiedene Messergebnisse gezeigt, zum Beispiel dass an Silvester die Feinstaubwerte durch Feuerwerk stark ansteigen und dass Holzheizungen ebenfalls viel zur Belastung beitragen.

Frau Wolff: Max, du bist ja in der 7. Klasse und im zweiten Lernjahr Französisch. Wie war es für dich, auf dem Kongress zweisprachige Vorträge zu hören und dich vielleicht selbst auf Französisch auszudrücken?

Max: Am Anfang war ich schon ein bisschen nervös, aber es kommt gar nicht so sehr auf die perfekte Grammatik an. Viel wichtiger ist, dass man seine Ideen vermittelt und seine Begeisterung zeigt. Klar, fehlt einem auch Fachvokabular, aber dafür gibt es ja Übersetzungs-Apps.  Mir hat außerdem geholfen zu sehen, dass es den anderen genauso ging, die wenigsten beherrschen die Sprache des Nachbarn perfekt. Trotzdem konnten wir uns alle irgendwie verständigen, und das hat mich sehr gelassen gemacht.

Frau Wolff: Was hat dir persönlich am besten gefallen?

Max: Mich hat besonders die Vielfalt der Projekte fasziniert. Einige entstanden im Unterricht, in manchen Projekten haben die Schülerinnen und Schüler sogar länderübergreifend zusammengearbeitet. Es war spannend zu sehen, wie sich die Schulsysteme in Frankreich und der Schweiz von unserem unterscheiden. Außerdem gab es wirklich beeindruckende Jugend forscht-Projekte!

Frau Wolff: Was nimmst du aus dem Kongress mit nach Karlsruhe?

Max: Für mich war es ein großartiges Erlebnis! Ich bin voll motiviert, meine Arbeit an ReinAir weiterzuentwickeln. Ich habe viele Ideen und Anregungen bekommen.

Frau Wolff: Vielen Dank, Max, für das Gespräch.

Max: Ich danke Ihnen, Frau Wolff, für Ihre Unterstützung und Begleitung zum Kongress.

Max Rekett Klasse 7

Fahrradkino: Schülerinnen und Schüler erzeugen ihren eigenen Strom 

„Jetzt bloß nicht langsamer werden, sonst wird die Anzeige wieder rot!“, ruft Linda, während alle in die Pedale treten. So startete am Montag, den 12.01.2026, ein Projekttag der klimaneutralen Schule, bei dem Muskelkraft zur Energiequelle für ein Fahrradkino wurde. Dafür stiegen zwei 10er-NWT-Lerngruppen von Frau Schnaus und Herrn Springer sowie den NWT-Basiskurs von Herrn Hüser in die Pedale, um genug Energie zu erzeugen, um den Film „Minions“ anzuschauen.

Dabei stand der Projekttag am Morgen zunächst unter einem Fragezeichen. Eisregen war gemeldet, und lange war unklar, ob überhaupt genügend Fahrräder zusammenkommen würden. Umso größer war die Erleichterung, als schließlich genügend Fahrräder zur Verfügung standen. Der Aufbau wurde anschließend von Herrn Schickel und Frau Schnaus souverän gemeistert. Diese Fahrräder wurden an Generatoren angeschlossen, sodass jede Pedalumdrehung elektrische Energie erzeugte. Ein externer Akku sorgte dafür, kurzfristige Stromschwankungen auszugleichen. Den technischen Hintergrund erklärte Herr Rolf Behringer von „Solare Zukunft Freiburg“, der den Aufbau und die Funktionsweise der Anlage anschaulich vorstellte. „Strom entsteht nicht von selbst – man muss ordentlich dafür arbeiten“, machte er den Teilnehmenden schnell klar.

Während der Film lief, zeigte eine Wattanzeige auf der Leinwand, wie viel Energie gerade erzeugt wurde. Rot bedeutete zu wenig Strom, Grün eine stabile Versorgung. Damit die Anzeige möglichst lange im grünen Bereich blieb, wechselten die Schülerinnen und Schüler alle 5 bis 15 Minuten an den Fahrrädern. Jede und jeder musste mindestens einmal selbst in die Pedale treten. „Man merkt erst hier, wie anstrengend Stromerzeugung wirklich ist“, stellte Daniel fest.

Trotz des großen Engagements reichte die selbst erzeugte Energie nicht vollständig aus. Rund 30 % des zusätzlichen Akkus wurden benötigt. Ursachen dafür waren vor allem, dass die Fahrräder gegen Ende nicht mehr dauerhaft besetzt waren. Die Erfahrung machte dennoch deutlich, wie schwierig es ist, über längere Zeit konstant Energie bereitzustellen.

Nach dem Film ging es spielerisch weiter: Bei verschiedenen fahrradbetriebenen Spielen, darunter ein Ping-Pong-ähnliches Spiel und ein Fahrrad-Rennspiel, traten die Schülerinnen und Schüler gegeneinander an.

Vielen Dank an Frau Kropp (Stadt Karlsruhe) von der Klimaneutralen Schule, die die Aktion finanziell ermöglicht hat. 

Maja 10d

Fotos: Odette Schaus und Axel Schickl

Silas Hauck

siegt bei „Jugend forscht“ – jetzt geht’s zum Landeswettbewerb!

Silas Hauck (19) vom Helmholtz-Gymnasium Karlsruhe hat beim Regionalwettbewerb „Jugend forscht“ in Pforzheim den 1. Preis gewonnen und damit den Regionalsieg in der Kategorie Biologie. Damit hat sich Silas für den Landeswettbewerb „Jugend forscht“ an der Hochschule Aalen Ende März qualifiziert.  

Er präsentierte sein Projekt MycoRice, das er am Max-Rubner-Institut Karlsruhe gemeinsam mit seiner Teampartnerin Amaia Rodman (18) vom Heisenberg-Gymnasium Ettlingen realisierte. Das Projekt zielt darauf ab, den Proteingehalt von Reis durch das Anzüchten von Schimmelpilzen im Vergleich zu unbehandeltem Reis zu erhöhen. Die Proben wurden mithilfe von Rasterelektronenmikroskopie (REM), Bradford-Assay und SDS-PAGE ausgewertet.

Wir wünschen für den Landeswettbewerb viel Erfolg und drücken die Daumen!

Text: Dr. Doris Wolff,  Bild: Anke  Richert

Erfolgreicher Start

bei der Internationalen Junior Science Olympiade


Lukas Zhang 8d und Max Rekett 7c haben die erste Runde der Internationalen Junior Science Olympiade (IJSO)mit Bravour gemeistert!

Die IJSO ist ein bundes- und weltweit ausgetragener Wettbewerb für naturwissenschaftlich besonders interessierte Schülerinnen und Schüler unter 16 Jahren. Spannende Experimente, kreative Lösungen und die Freude am Experimentieren stehen dabei im Vordergrund.

In der ersten Wettbewerbsrunde stellten sich Lukas und Max vielfältigen praktischen und theoretischen Herausforderungen. Mit wissenschaftlicher Sorgfalt und viel Engagement bearbeiteten sie Aufgaben, die alle unter der Überschrift Vorsicht giftig standen:

  • Pflanzenphysiologie & Umweltgifte: Die beiden Jungforscher untersuchten experimentell, wie Kresse unter verschiedenen Salzkonzentrationen wächst und welche Auswirkungen Salzstress auf Keimung und Wachstum hat. Außerdem untersuchten sie wie sich Kupfersalze in Böden verhalten?
  • Löslichkeit & Körpergifte: Ob ein Stoff in unserem Körper schädigend wirkt, hängt von der Menge ab, die wir davon aufnehmen und verstoffwechseln. Einige Vitamine zum Beispiel sind in bestimmten Konzentrationen lebensnotwendig, in erhöhten Konzentrationen potentiell schädlich. Am Beispiel ihrer Löslichkeit fanden sie experimentell heraus, wie Vitamine vom Körper aufgenommen werden und was das für unsere Ernährung sowie Nahrungsergänzung bedeutet.
  • Physik & Technik: Mit handwerklichem Geschick konstruierten sie ein funktionstüchtiges Katapult und setzten sich mit den physikalischen Grundlagen von Energieübertragung und Flugbahnen auseinander. 

Die Bandbreite der Aufgaben zeigt: Bei der IJSO geht es nicht nur um Fachwissen, sondern um das vernetzte Denken zwischen Biologie, Chemie und Physik.

Inzwischen haben Lukas und Max bereits die nächste Hürde genommen: Beide haben erfolgreich an der zweiten Runde, der anspruchsvollen Quizrunde, teilgenommen. Dort durften sie in einem 45-minütigen Multiple-Choice-Test 24 Aufgaben aus Bereichen der Biologie, Chemie und Physik lösen.

Das Helmholtz-Gymnasium ist stolz auf das Engagement und die Leistungen seiner beiden Nachwuchswissenschaftler und wünscht Lukas und Max weiterhin viel Erfolg für den weiteren Wettbewerbsverlauf!

Text: Dr. Doris Wolff

Erfolgreiche Rezertifizierung MINT-EC 

Wir freuen uns, dass das Helmholtz-Gymnasium Karlsruhe die Rezertifizierung im nationalen Excellence-Schulnetzwerk MINT-EC sehr erfolgreich bestanden hat. Seit 2013 ist unsere Schule Teil dieses bundesweiten Netzwerks und wurde nun erneut bis 2030 rezertifiziert. Das Helmholtz-Gymnasium gehört zu den 348 MINT-EC-Schulen deutschlandweit, die das Excellence-Label tragen dürfen. Diese Auszeichnung bestätigt unser großes Engagement für eine exzellente Förderung in Bereich der MINT-Fächer (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik). 

Im Rahmen der Rezertifizierung wird intensiv geprüft, ob alle Voraussetzungen für diese hochwertige Auszeichnung weiterhin erfüllt sind. Dieser Prozess stellt hohe Anforderungen an die schulische Arbeit und umfasst unter anderem die Bereiche Unterrichtsqualität, Förderkonzepte, Wettbewerbsbeteiligungen, Öffentlichkeitsarbeit sowie die Vernetzung innerhalb des MINT-EC-Netzwerks. 

Im Rahmen der Begutachtung wurden insbesondere die Erprobung der Helmholtz-Science-Night sowie das innovative MINT-AG-Konzept der Helmholtz-Science-Street und die rege Teilnahme an MINT-Wettbewerben positiv hervorgehoben. 

In der Bewertung des MINT-EC-Netzwerks heißt es weiter: 
Außerdem haben Sie auch die Spitzenförderung vorangebracht durch gezielte Teilnahmen an Wettbewerben. Besonders hervorzuheben ist hier Jugend forscht. Aber auch allen anderen Teilnehmer*innen gratulieren wir sehr herzlich, denn die Schüler*innen des Helmholtz-Gymnasiums nehmen an zahlreichen Wettbewerben im MINT-Bereich teil und erzielen Erfolge“. 

Ein zentraler Bestandteil als MINT-EC Schule ist die Vergabe des MINT-EC-Zertifikats, das Schülerinnen und Schüler zusätzlich zum Abitur erwerben können. Es dokumentiert herausragende Leistungen im MINT-Bereich undgenießt auf Grund der guten Vergleichbarkeit über die Bundeländergrenzen hinweg und des hohen Niveaus großes Ansehen bei Hochschulen, Universitäten, Stiftungen und Unternehmen. Die Begutachtung hebt hervor, dass das Helmholtz-Gymnasium regelmäßig Zertifikate vergibt und sich aktiv an der Evaluation des MINT-EC-Zertifikats beteiligt. 

In der Beurteilung des MINT-EC-Netzwerks heißt es außerdem: 
„Das Helmholtz-Gymnasium Karlsruhe zeigt in der Netzwerkarbeit ein sehr hohes Maß an Initiative mit allen Zielgruppen. Auch regional tauschen Sie sich regelmäßig und sehr erfolgreich mit anderen MINT-EC-Schulen aus und schaffen dadurch einen Mehrwert für alle Beteiligten. Das begrüßen wir sehr! Das Helmholtz-Gymnasium Karlsruhe ist eine profilierte und außerordentlich engagierte Schule des MINT-EC-Netzwerks.“ 

Die erfolgreiche Rezertifizierung bestärkt uns in unserem eingeschlagenen Weg und motiviert uns, auch künftig eine exzellente und zukunftsorientierte MINT-Bildung anzubieten. 

Weitere Informationen zu unserem MINT-Konzept und unseren MINT-EC-Aktivitäten finden Sie unter den Links zu unserer Homepage. 

Dr. Doris Wolff 

Abteilungsleiterin MINT 

Klimaneutrale Schule

„Klimaneutrale Schule“: Das Helmholtz-Gymnasium macht mit! 

Mit spannenden Vorträgen, Fortbildungen und Projekten engagiert sich unsere Schule aktiv für den Klimaschutz. 

Fortbildungen und Vernetzung 

  • 18. und 19. November: Herr Weitner nahm an einer zweitägigen Hausmeisterschulung der HGE  (Hochbau und Gebäudewirtschaft) teil. Dort standen Energiemanagement, Gebäudeeffizienz und energiesparende Heizungseinstellung auf dem Programm. 
  • 20. November: Frau Dr. Wolff vertrat unsere Schule beim Netzwerktreffen „Klimaneutrale Schule“ am Max-Planck-Gymnasium. Der Austausch mit anderen Schulen liefert wertvolle Impulse für zukünftige Projekte zur Energieeinsparung. 

Wissenschaft trifft Schule – Expertenvorträge im Seminarkurs Nachhaltigkeit 

Am 3. Dezember unterstützte das Programm „Klimaneutrale Schule“ den Seminarkurs Nachhaltigkeit mit einem Expertenvortrag des Diplom-Geologen B. Potthoff zum Thema Geothermie
In seinem Vortrag spannte er einen Bogen von den Grundlagen der Erdwärme über moderne Nutzungskonzepte bis hin zu Risiken. Potthoff erklärte verständlich, wie Geothermiekraftwerke funktionieren, welche Rolle geologische Strukturen spielen und weshalb Erdwärme als nahezu unerschöpfliche Energiequelle gilt. Dabei verschwieg er auch die Risiken nicht. Ein anschauliches Beispiel für die Risiken geothermischer Bohrungen lieferte 2007 der Vorfall in Staufen im Breisgau: Durch das Aufquellen von Anhydritgestein im Untergrund entstanden Spannungen, die zu Rissen in den Häusern führten. 

Mithilfe anschaulicher Experimente demonstrierte Potthoff, wie Fracking, Bohrtechniken oder Gesteinsreaktionen im Untergrund funktionieren. Komplexe Zusammenhänge, komplizierte Formeln sowie physikalische, technische und geologische Prozesse wurden für die Schülerinnen und Schüler durch anschauliche Experimente greifbar und nachvollziehbar.  

Am 10. Dezember folgte ein weiterer Vortrag von Herrn Potthoff – diesmal zum Thema Plastik. Die Schülerinnen und Schüler erfuhren mehr über unterschiedliche Kunststofftypen, deren Einsatz in Verpackungsmaterialien und die mitunter erschreckend langen Zersetzungszeiten. 

Wir freuen uns schon auf den 12.01.2026, wenn das Fahrradkino startet. Ein weiteres spannendes Projekt im Rahmen der „Klimaneutralen Schule“. Dann sind gleich zwei 10er NWT-Lerngruppen sowie der Basiskurs NWT in J1 beteiligt. 

Text und Fotos: 
Dr. Doris Wolff 

Kickoff FreiDay

Kickoff FreiDay-Projekt der 8c: Nikolausparty geplant nach Scrum! 
Mit liebevoller Deko, Musik, Plätzchen und dem Duft von frischen Waffeln und Sandwiches feierte die Klasse 8c ihre selbst organisierte Nikolausparty als Auftakt ins FreiDay-Projekt. Ob kreative Spielstationen oder das gemeinsame Anstoßen alles wurde von den Schülerinnen und Schülern eigenständig nach Scrum geplant, abgestimmt und umgesetzt. 

Ganz nebenbei – und ohne dass es ihnen wie „Lernen“ vorkam – trainierten sie zentrale FreiDay-Lernziele: selbstständiges Arbeiten, Teamorganisation, Verantwortung übernehmen, Ideen entwickeln und reflektieren. 
Die abschließende Reflexionsrunde zeigte: Projektlernen macht Spaß und weckt Lust auf die nächsten Schritte! 

Text und Bilder: Dr. Doris Wolff

Max-Planck-Institut

Physik-Kurse K2 des Helmholtz-Gymnasiums zu Gast am Max-Planck-Institut für Kernphysik in Heidelberg-MINT-EC-Regionalforum

Am 23. Oktober 2025 hatten wir, Schülerinnen und Schüler der K2, des Physik-Grundkurses von Herrn Springer sowie drei Schüler aus dem Leistungskurs Physik, die besondere Gelegenheit, moderne Forschung am Max-Planck-Institut für Kernphysik in Heidelberg hautnah zu erleben. Im Rahmen des MINT-EC-Regionalforums tauchten wir gemeinsam mit Herrn Springer in spannende Themen rund um die Quantenphysik und aktuelle Forschungsprojekte ein.

Der Tag begann mit einer herzlichen Begrüßung und einem spannenden Einführungsvortrag von Dr. Christoph Wiesinger über Neutrinos, sehr winzige, elektrisch neutrale Teilchen, die in unvorstellbarer Zahl durchs All fliegen. Da wir zuvor nur wenig über sie wussten, eröffnete uns der Vortrag neue Perspektiven auf aktuelle Fragestellungen der Teilchenphysik.

Im Anschluss ging es in die selbst gewählten Workshops. Jede Schülerin und jeder Schüler konnte zwei Workshops besuchen, einen am Vormittag und einen am Nachmittag. Dabei reichte das Angebot von Quantenkryptographie über Laserinterferometrie bis hin zu einem Escape Room der Teilchenphysik.

Einige Highlights aus dem vielfältigen Programm:

  • Unsichtbares Licht sichtbar gemacht
    Mithilfe von Nebelkammern und Szintillationsdetektoren spürten wir kosmische Teilchen auf, die aus den Tiefen des Weltalls auf die Erde treffen. So konnten wir mit einfachen Mitteln – und einer Thermoskanne – den Teilchenregen des Universums sichtbar und sogar hörbar machen.
  • Wie mixe ich Licht – Laser und Interferometrie
    In diesem Workshop bauten wir ein eigenes Michelson-Interferometer und experimentierten mit Laserstrahlen. Wir beobachteten, wie sich Lichtwellen überlagern und Interferenzmuster entstehen – ein zentrales Prinzip vieler moderner Messmethoden.
  • Der Teilchenphysik-Escape Room
    Auf spielerische Weise beschäftigten wir uns hier mit den Grundlagen der Hochenergiephysik. In Teams lösten wir Rätsel, die uns zu den fundamentalen Kräften und Bausteinen des Universums führten und Antwort auf die Frage gaben, was unsere Welt im Innersten zusammenhält.
  • Knack’ den Quantencode!
    Wie kann Quantenphysik Datenübertragung sicher machen? Eine Nachricht auf WhatsApp oder eine Online Überweisung – ständig werden in unserer digitalen Welt zwischen Computern, Handys oder anderen Geräten Informationen ausgetauscht. Damit nur die richtigen Empfänger diese Nachrichten lesen können, werden sie verschlüsselt. In diesem Workshop erprobten wir, wie sich mit Hilfe von Quantenphänomenen abhörsichere Kommunikation realisieren lässt – ein spannender Ausblick auf die Zukunft der Informationssicherheit.
  • Die Geheimnisse des Lichts
    Mit selbstgebauten Spektrometern untersuchten wir, wie sich Licht in seine Farben zerlegen lässt. Wir erfuhren, warum weißes Licht nicht gleich weißes Licht ist und welche physikalischen Prinzipien hinter Bildschirmen, Sonnenlicht und LEDs stecken.

Nach einer gemeinsamen Mittagspause mit Buffet folgte die zweite Workshop-Runde.

Der Besuch des MINT-EC-Regionalforums war für uns alle ein außergewöhnliches Erlebnis. Durch die Mischung aus Vortrag, Experimenten, dem Austausch mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern und der direkter Begegnung mit echter Forschung wurde Physik lebendig und selbst Quantenphysik greifbar.

1 2 3 7