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Mittagstisch

In diesem Jahr neu ist der Caterer unserer Mensa: SAUDER CATERING, der das Mittagessen täglich frisch bei uns anliefert.

Bestellt werden kann auf folgender Internetseite:
www.helmholtz-gymnasium-ka.inetmenue.de

Informationen zu Anmeldung und Bezahlung sind hier zu finden.



Mint-ec

Das Helmholtz-Gymnasium gehört zum MINT-ec-Netzwerk. Näheres finden Sie bei Bildungsangebote > MINT-ec und auf www.mint-ec.de.






Helmholtz Moodle

Hier geht es zu unserer Moodleseite.




„Berufs- und Studienorientierung“

Auf dieser Homepage findet man unter anderem wichtige Informationen zur Berufs- und Studienwahl in Karlsruhe.

www.karlsruher-weg.de



 


Kontaktdaten

Helmholtz-Gymnasium

Kaiserallee 6
76133 Karlsruhe

Telefon & Fax:

Tel. 0721 / 133 4518
Fax. 0721 / 133 4979


E-Mail:

info@helmholtz-karlsruhe.de



 

Zum Einstieg: Ich bin Helgi!


Allen, die mich noch nicht kennen, möchte ich mich hier kurz vorstellen: Ich heiße Helgi von Gutenthal, bin am 13. Mai 2012 in Mannheim-Seckenheim geboren und - wie meine Eltern und meine acht Geschwister - ein silberfarbener Labrador.

Als ich zehn Wochen alt war, zog ich in das Leben, die Wohnung und das Büro meines Frauchens Claudia Tatsch. Seitdem teilen wir fast alles. Man beachte das „fast“, denn wir unterscheiden uns nicht nur in der Anzahl der Füße und im Aussehen, sondern z.B. auch in unseren Vorstellungen davon, wie man sich richtig verhält, was gut schmeckt, wie man sich gesund ernährt usw. Insgesamt finde ich unsere WG (trotzdem) okay. Wichtig ist für mich, dass der Fressnapf gefüllt ist –ich bin ein Labrador!-, und da kann ich mich nicht beklagen. 


Ja, und damit bin ich schon bei meinen Lieblingstätigkeiten: Die Nahrungsaufnahme ist tatsächlich mein absoluter Lebensmittelpunkt. Das heißt jetzt nicht, dass ich den ganzen Tag fresse – das würde meinem Outfit schaden und damit meiner Attraktivität -, nein, das heißt, dass mich geruchstechnisch alles anzieht, was gut schmecken könnte. Und deshalb habe ich eine große, sehr sensible und immer aktive Nase. Selbst im Schlaf ist sie nicht abgeschaltet, sondern  lässt mich wach werden, wenn interessante Geruchspartikel vorbeiziehen. Dass ich auf solche Reize nicht reagieren darf, habe ich allerdings schon früh gelernt. Mein Frauchen meint nämlich, das sei ganz wichtig für meine Arbeit als Schulhund, denn es liege in einer Schule so viel herum, was nicht für mich bestimmt oder gefährlich sei. Tja, und Erfahrungen zum Thema „verdorbener Magen“ habe ich tatsächlich schon mehrmals gesammelt! Die waren nicht schön.

Meine – im doppelten Wortsinn -hervorragende Nase setze ich aber auch ein, um mich zu informieren, wer vor mir da unterwegs war, wo ich gerade bin, oder wer sich in meiner Nähe versteckt usw. Das zu erfahren, finde ich manchmal gruselig, meistens aber total spannend, so dass ich lange und intensiv lese. Meine Lieblingslektüre ist die HPN (Hildapromenaden-Nachrichten), die ich morgens vor der Arbeit studiere und analysiere.


Vor nun fast einem Jahr kam mein Frauchen auf die Idee, diese – meine! – Nase zu nutzen, um gemeinsam mit mir Sport machen zu können. Seitdem sind wir beide sonntags immer im Mantrailing-Training, was uns beiden sehr viel Spaß macht. Mantrailing ist nichts anderes als Personen-Futter-Suche und funktioniert folgendermaßen: Eine Person wird vom Trainer mit einer Portion Futter (mmhh!!) versteckt. Mein Frauchen gibt mir einen Geruchsgegenstand dieser Person zum Schnüffeln – und los geht’s: Ich mit der Nase am Boden (und der Vorfreude auf das Futter im Bauch), mein Frauchen als Teampartnerin hinter mir her. Durch ihre Leinenarbeit unterstützt sie mich, obwohl sie auch nicht weiß, wo sich die Person befindet. Das Ergebnis ist super: Es gibt nämlich immer etwas zu fressen und außerdem Lob und Streichler von allen anwesenden Zweibeinern.


Während das Suchen ganz schön anstrengend ist, gilt das für mein zweites „Hobby“ nicht: das Spielen und Toben mit Artgenossen. Das ist einfach nur toll – besonders mit Picco, der fast so alt ist wie ich und der Schwester meines Frauchens gehört. Wenn wir „fertig“ sind, ist der schwarze Picco oft braun gefleckt vom Schlamm und ich habe dunkelbraun-schwarze Streifen in meinem Fell. Aber das macht uns überhaupt nichts aus und die anschließende Dusche nehmen wir auch gern in Kauf!

Übrigens arbeitet Picco am Humboldt-Gymnasium als Schulhund - und damit komme ich zum eigentlichen Thema bzw. Untertitel dieses Textes.


Zur Sache: Meine Arbeit im Helmholtz-Gymnasium


Oft werde ich oder wird mein Frauchen gefragt, was ein Schulhund eigentlich macht. Das ist gar nicht so einfach zu erklären, denn es gibt keine verbindliche Arbeitsplatzbeschreibung, wie das bei Zweibeinern oft der Fall ist. Deshalb kann ich hier nur von meinen Erfahrungen am Helmholtz-Gymnasium berichten.

Im letzten Schuljahr war ich gewissermaßen Schulhund-„Azubi“, wurde durch ein entsprechendes Training darauf vorbereitet, mit vielen Kindern in einem Klassenzimmer zusammen zu sein, mit ihnen zu arbeiten, mich von ihnen anfassen zu lassen usw. Geholfen hat mir dabei, dass ich bereits als Welpe im Helmholtz „zuhause“ war, dass viele Kinder mich damals besuchten, dass sie mich kennen und umgekehrt. Die kleinen und großen Helmhöltzler gehören zu meinem Rudel, auch wenn nicht alle Kontakt mit mir haben: Meine Nase hat von allen irgendwann einmal Geruchspartikel aufgenommen und sie an mein internes Speicherzentrum weitergeleitet. 


Im Frühjahr 2013 begann dann die Praktikumsphase: Da durfte ich mit meinem Frauchen in drei 5. Klassen gehen: Das fand ich beim ersten Mal ganz schön aufregend, aber die Schülerinnen und Schüler waren großartig und ganz lieb zu mir, so dass ich mich auf die weiteren Besuche freute – und auch nie enttäuscht wurde. Unsere Besuche waren jeweils verbunden mit Themen, die eigentlich die Zweibeiner betrafen, nämlich das Miteinander in der Klasse, Verhalten bei Gruppenarbeit, die Lautstärke bzw. der Geräuschpegel im Klassenzimmer u. Ä. Ich wurde gewissermaßen als „Seismograph“ eingesetzt, denn die Schüler waren darüber informiert, dass ich durch mein Verhalten und meine Körpersprache deutlich mache, wann es mir gut geht und wann nicht. In allen Klassen wurden Beobachter eingeteilt, die mich genau im Blick haben sollten und die den anderen rückmeldeten, wenn sie zu laut wurden, sich zu schnell bewegten usw. Am Ende gab es immer auch Leckerli und Streichler für mich: Das war toll!


Im Mai 2013 stimmte die Gesamtlehrerkonferenz meinem Einsatz als Schulhund zu und seitdem bin ich gewissermaßen der jüngste Mitarbeiter im Helmholtz.


Seit September 2013 habe ich eine eigene Klasse: die 5a, in der mein Frauchen Deutsch unterrichtet. Zurzeit beschnuppern wir uns noch, aber viele Kinder habe ich bereits in mein Hundeherz geschlossen und umgekehrt ist es auch so: In einer der beiden wöchentlichen Doppelstunden werde ich von meinem Frauchen und zwei Schülern bzw. Schülerinnen abgeholt, um in den Unterricht zu gehen. Wenn wir ausgestattet mit Decke, meinem Spielzeug, Leckerli usw. ins Klassenzimmer kommen, haben die Schüler den Boden gekehrt, die Taschen verschlossen (damit ich nicht in Versuchung komme, den Inhalt zu beschnüffeln) und meine Transportbox aufgestellt, so dass ich mich zurückziehen kann, wenn ich möchte. Dann geht der Unterricht los. Entweder werde ich aktiv einbezogen, z.B. indem ich Aufgaben apportiere, die die Kinder bearbeiten müssen, oder ich liege auf meiner Decke und mache deutlich, wann es zu laut ist oder ich mich wohl fühle, oder ich hole mir einfach ein paar Streicheleinheiten bzw. zeige, wie gut mir das gefällt. Wenn allerdings die Klasse zu laut ist oder sich so verhält, dass ich Stress bekommen könnte, nimmt mich mein Frauchen nicht mit. Denn sie hat sich dazu verpflichtet, dass sie dafür sorgt, dass es allen bei unserer Arbeit gut geht (vgl. www.schulhundweb.de).


Wie gesagt, befinden wir uns noch in der Kennenlernphase, aber von Picco, der schon ein erfahrener Schulhund ist und begeistert seiner Klasse berichtet, weiß ich, dass die Arbeit sehr viel Spaß macht und wir bald Zutrauen zu einander fassen werden: zu mir auch die Kinder, die sich vor Hunden ein bisschen fürchten und deshalb Abstand halten, und ich auch zu den Kindern, die zu laut und ungestüm sind und vor denen ich mich jetzt ein bisschen fürchte.


Dabei helfen uns Unterrichtsprojekte und –aktionen, die mein Frauchen plant und vorbereitet – auf der Grundlage von Fortbildungen, die sie besucht. Dabei hilft uns auch das Training, das ich täglich mit meinem Frauchen, einmal pro Woche im Verein und vierzehntägig intensiv im Hundetrainingszentrum in Löffingen absolviere.


Zum Hintergrund: Woran sich meine Arbeit orientiert


„Ein Hund im Unterricht? Was bringt das?“ Diese Frage höre ich oft. Um sie zu beantworten, muss man lesen können, denn es gibt viele Studien und Bücher darüber. Das kann ich (noch) nicht, aber mein Frauchen erklärt es folgendermaßen:

Soziales Lernen, die Stärkung von Vertrauen und Selbstvertrauen der Kinder und Jugendlichen sind die Leitlinien der HuPäSch, der hundgestützten Pädagogik in der Schule. Wer sich mit dem aktuellen Bildungsplan Baden-Württembergs und dem Leitbild des Helmholtz-Gymnasiums beschäftigt hat, findet diese allerdings auch dort, weshalb sich eine gute Basis für meine bzw. unsere Arbeit ergibt.

Wie werden diese Leitlinien in der Praxis verwirklicht? 


  • Durch den Umgang mit dem Hund lernen die Schüler, ihre Kommunikation zu reflektieren, insbesondere die non-verbale, und auszubauen. 
  • Sie lernen dadurch, ihre Sinne „zu schärfen“.
  • Sie erfahren Körperkontakt und Zuwendung durch den Hund, was ihnen Sicherheit und Bestätigung geben kann.
  • Sie fühlen sich durch gemeinsame Aufgaben herausgefordert, seien es Mensch-Hund-Team- oder Gruppenaufgaben, in die der Hund eingebunden ist. 
  • Bei Erfolg (der sich bei Hunden schneller erkennen lässt als bei Menschen) freut sich nicht nur der Hund, sondern auch der zweibeinige Teampartner; sein Selbstwertgefühl wächst. 
  • Der „alltägliche“ Umgang mit Hunden führt außerdem in der Regel dazu, dass die Kinder Ängste abbauen und Selbstsicherheit gewinnen. 
  • Ganz wichtig ist, dass die Kinder im Zusammensein und der gemeinsamen Arbeit mit dem Hund lernen, Verantwortung zu übernehmen, und die damit verbundenen Kompetenzen dann auch im Zusammenleben und –arbeiten mit Menschen einbringen können. 


Zum Schluss: Ausblick


Wie gesagt, sind die 5a und ich gerade in der Kennenlernphase und können noch nicht von vielen gemeinsamen Erfahrungen und Aktionen berichten. Das werden wir aber gern tun und alle, die es interessiert, über unsere Arbeit – und unsere Fortschritte – auf dem Laufenden halten.

Von meinem Kumpel Picco und anderen Kollegen, die ich bei Fortbildungsveranstaltungen getroffen habe, weiß ich, dass es mehrere Monate, meist ein Schuljahr dauert, bis in einer Eingangsklasse wie der 5a alle „angekommen“ sind: in der Schule, der Klassengemeinschaft und im Mensch-Hund-Team. Daran arbeiten wir – und haben bestimmt viel Spaß miteinander.



















Helgi
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